BAU LÜTZ
Meyrin. Bestehenden Wohnraum verändern
SCHWEIZ · KANTON GENF · REALISIERTER UMBAU
Die Renovation eines Wohnhauses beginnt auch mit dem, was entfernt wird. Vier Baustellenfotos erzählen vom Innenumbau in Meyrin: von Abbrucharbeiten im Inneren, dem Zusammentragen von Bauschutt, Arbeiten an Wandflächen und dem Entfernen eines Holzbodens. Sie zeigen Momente des ausgeführten Umbaus, nicht das fertig renovierte Haus.




Die Arbeit vor den neuen Oberflächen
Das erste Bild führt mitten in den Arbeitsbereich. Ein Arbeiter trägt mit einer Schaufel die Bruchstücke am Boden zusammen; im Hintergrund bleiben Oberflächen und Verkleidungen des Hauses erkennbar. Die Veränderung wird greifbar: an den Materialien, die entfernt werden, und an den Räumen, in denen die Arbeiten stattfinden.
Dieser Teil einer Renovation ist auf den Fotos des fertigen Ergebnisses meist nicht mehr zu sehen. Hier bildet er den Ausgangspunkt: Ein Umbau betrifft nicht nur das spätere Aussehen der Räume, sondern auch die Arbeit vor dem Anbringen neuer Oberflächen. Das bestehende Haus bleibt während der Veränderung präsent: in den Öffnungen, Durchgängen und Flächen, die neben den gerade freigelegten Bereichen sichtbar bleiben.
Wände, Öffnungen und Oberflächen
Zwei Hochformataufnahmen bringen die Arbeiten im Inneren näher. Das erste Bild zeigt die Arbeit neben einer Fensteröffnung, mit Ziegeln und Bauschutt am Boden. Auf dem zweiten bearbeiten zwei Arbeiter die Wandflächen. Die Aufnahmen ergänzen sich: Die eine zeigt die Beziehung zwischen Öffnung und Raum, die andere lenkt den Blick auf die Tätigkeit und die Oberfläche.
Öffnung, Wand und Raum sind keine voneinander getrennten Elemente: Sie gehören zum selben Wohnraum. Licht und Spuren der Verkleidungen machen diesen Zusammenhang auch während der Arbeiten erkennbar. Wer die Baustelle betrachtet, wird dazu angeregt, den Bestand als Ganzes zu erfassen, bevor die künftige Gestaltung einzelner Oberflächen in den Vordergrund rückt.
Der Boden aus einer anderen Perspektive
Das letzte Foto dokumentiert das Entfernen des Holzbodens in Fensternähe. Die angehobenen Teile, die noch liegenden Elemente und die Arbeit des Handwerkers zeigen die Fläche und ihre Veränderung zugleich. Damit eröffnet der Boden einen weiteren Blick auf den Umbau, der die Arbeiten an den Wänden ergänzt.
Einen Innenraum zu verändern heisst, diese Teile zueinander in Beziehung zu setzen. Entscheidungen über Böden, Verkleidungen und die Nutzung der Räume erhalten ihren Sinn im Gesamtprojekt, nicht allein durch die Wahl eines Materials. In Meyrin lenken die Bilder den Blick auf den konkreten Moment, in dem eine bestehende Oberfläche entfernt wird.
Eine Geschichte über den Bestand
Meyrin stellt die materielle Wirklichkeit einer Renovation in den Mittelpunkt. Beim Arbeiten im Bestand treffen planerische Fragen auf vorhandene Räume, Oberflächen und Bedingungen. Sie zu betrachten ist der Ausgangspunkt, um gewünschte Veränderungen von den dafür nötigen Abklärungen zu unterscheiden. Diese Beziehung zwischen dem Verständnis eines Ortes und der Wahl der Eingriffe verbindet die Baustellengeschichte mit der Methode von Bau Lütz.
Zusammentragen von Bauschutt während der Abbrucharbeiten im Inneren.
Abbrucharbeiten im Inneren nahe einer Fensteröffnung.
Bearbeiten und Entfernen von Materialien an Innenwandflächen.
Entfernen des Holzbodens während der Renovation.